historische Rheinfurt zwischen Homberg und Duisburg – Furtformel

„Fähre statt Furt“, sagt die Stadtarchäologie Duisburg und es heißt: „Hellweg. Duisburg Endstation. Alle Mann an Bord!“ In den Vorstellungen herrscht Vater Rhein als mächtig reißender Strom. Das Bild eines uneingedeichten Flusses ist dem zivilisierten Auge ungewohnt.

Rhein Furt Formel_01

Vor etwa einhundert Jahren gingen die Goldgräber in Alaska durch die Furt Yukon-Crossing. Diese Furt dient nun zu einer Modellberechnung der Wassertiefe in einer Furt.

Für das Beispiel Yukon-Crossing gilt die Furt-Formel:

½ b s =b f  oder  f =  ½ s

b = Strombreite
f = maximale Furttiefe
s = Stromtiefe

Mitte November betrug der Pegel Ruhrort etwa 3 Meter Wasserstand. Übertragen auf die historische Rheinfurt zwischen Homberg und Duisburg wäre die tiefste Stelle der Furt 150cm, wobei durch den Kohleabbau auch Berg- und Flußsohle-Senken berücksichtigt werden müssen; auf Rees angewandt 100cm.

Diese erste mathematische Annäherung zu einer Furt-Formel liefert einen Ausblick auf die Wassertiefen an der historischen Rheinfurt zwischen Homberg und Duisburg in der Zeit der ersten Jahrtausendwende bis zum Mittelalter – vor dem Deichbau.

Die römischen Kampfeinsatz-Boote am Niederrhein hatten einen Tiefgang von 80cm. Sie rückten von Asciburgium aus – 10km die Stunde flussabwärts, um zum Beispiel bei den rechtsrheinischen Sueben nördlich von Duisburg zu intervenieren.

Wegen der fortwährenden Randale wurden die germanischen Sueben nach Suefhem (Schwafheim) zwangsumgesiedelt, ließen sich aber die römische Tyrannei nicht gefallen und emigrierten. Sie zogen dorthin, was wir heute Schwaben nennen. Der linksniederrheinische Germanen-Stamm der Helvetier entzog sich auch der Fremdherrschaft und ging in ein Land, das heute als Schweiz bekannt ist.

Nach der Großen Pest vereinigten sich die Nachkömmlinge der niederrheinischen Germanenstämmen. Ins entvölkerte Schwaben- und Bayernland wurden die Schweizer zur Umsiedlung eingeladen.

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