Karl der Große war in Homberg, der Stadt im Grünen

28 Jahre früher als Duisburg wurde Homberg, die Stadt im Grünen geschichtlich im Essener Heberegister ersterwähnt: Hohon Berka, das Ober-Rheinberg *).

883: Duisburg wurde durch eine Winterbelagerung von Wikingern mit dem Raub der Wintervorräte und anderer Greueltaten der Besatzer bekannt. Daraus machte die Stadt Duisburg 2008 ein lustiges Fest. In der Parteihochburg Duisburg gelten andere kulturelle Gesetze.

Jetzt liefert die Stadtarchäologie Hinweise, Karl der Große (747 bis 814) sei auch durch Homberg gekommen.

Kultur und Klima am Rhein
Stadtarchäologe Dr. Volker Herrmann erklärte das Gebiet rund um den Friemersheimer Deich
NRZ – Homberg – Rheinhausen, Daniel Cnotka, 9. Juni 2011

[Auszug] Die Siedlungsgeschichte Friemersheims geht noch weiter zurück. Im 8./9. Jahrhundert war unter Karl dem Großen ein Königshof entstanden entstanden, der unter anderem mit einer befestigten Wehranlage einen Verwaltungsmittelpunkt bildete.

Karl der Große
kam hier vorbei

Ob Karl der Große hier wirklich war, ist nicht überliefert. „Er muss hier aber vorbeigekommen sein. Friemersheim (Anm.: auch Hohon Berka) liegt auf der Strecke zwischen den bedeutenden Städten Köln und Nijmegen, die der Karolinger regelmäßig besuchte. In die andere Richtung führte dieser Weg bis zum Schwarzen Meer.

Warum überwinterten die Wikinger nicht in Hohon Berka? Schon damals war bekannt: „Das hätten sich die Homberger im stolzen Westen nie gefallen lassen!“ Jedoch, die Duisburger Ossis sind seither an Knechtschaft gewohnt, die historischen Wurzeln der Parteihochburg.

Im Kulturhauptstadtjahr waren 1155 Jahre für Homberg, der Stadt im Grünen seit der geschichtlichen Erstnennung verstrichen. Homberg ernannte sich selbst zum Kulturhauptstadtteil Ruhr.2010; denn Kulturausschuss und Stadtrat folgten dem schlechten Rat der Stadtarchäologie und lehnten den offiziellen Bürgerantrag ab. Völlig ohne historischen Zusammenhang wurde in der Begründung etwas von römischen Scherben gemurmelt, bekannt geworden als die Reifikation einer Fundstelle.

Dieser Beitrag kann zitiert werden, dann aber bitte mit Quellenangabe. Für manche in Ost-Duisburg wäre das schon eine Innovation, wie gut informierte Kreise meinen.


*) ‚Ober-Rheinberg‘ = Homberg liegt weitgehend flutsicher auf der Rheinischen Niederterrasse. Selbst als die Stromleitungsmasten bei der Elektrifizierung des Niederrheins aufgestellt wurden (in der Frühphase des vergangenen Jahrhunderts), war für die Techniker der weitverbreitete Modder ein großes Problem. Da hatten sie gewiss etwas mit Karl dem Großen gemeinsam.

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