LINEG Grundwasser in Homberg weg – Brunnen Luther Park trocken

Homberg liegt weiter auf dem Trockenen. Wegen einer Baustelle der Lineg (Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft) am Hakenfeld sollte der Grundwasserspiegel abgesenkt und sollte bis November normalisiert werden.

Doch im Umkreis von mehr als zwei Kilometern saugen die Gartenpumpen immer noch Luft. Statt des für die Jahreszeit üblichen Grundwasserspiegels von 7 m (in Bezug auf Höhe der Bezirksrathauses / Grundwasserflurabstand) wird es derzeit erst ab 11,20m nass.

Duisburg: Neue Pumpen für Kläranlage (RP ONLINE, 13.02.2009)

Duisburg: Lineg saugt das Grundwasser ab (RP ONLINE, 28.09.2009)

Dabei wäre ein angemessener Grundwasserflurabstand zum Schutz der Bebauung, zur Beibehaltung eines gedeihlichen Wachstums der Bäume, zum Erhalt wertvoller Biotope und Landschaftsbestandteile erforderlich.

Im Jahresverlauf schwankt der Grundwasserspiegel sonst zwischen 7 (Winter) bis 9m (Sommer) in etwa einem Kilometer Abstand vom Rheinufer, so Beobachtungen über viele Jahre in Alt-Homberg.

Bei einer Messstelle in Gerdt schwankt der Spiegel zwischen 18 und 22 m über N.N. Dort gab es einen Ausreißer Anfang 1995 auf knapp 25m N.N.

Am 31.01.1995 registrierte der Pegel Ruhrort 11,66 m und damit sein siebt größtes Hochwasser seit Menschengedenken. Die Wasseroberfläche des Rheins lag dabei auf 27,75 mNN.

Innerhalb einer Woche stieg der Grundwasserspiegel in 1995 um sechs Meter bei diesem Hochwasser. Die Möglichkeiten der LINEG hatten versagt, diesen Extremausreißer der Natur zu zähmen. Der Fuß der Deiche wurde von Grundwasser getränkt und Keller wurden überschwemmt.

Es kann ernsthaft die Frage gestellt werden, ob Homberg bewusst trocken gelegt wurde, nach dem ein Hafenkanal in die Rheinwiesen gebaggert wurde, um von dort mit einem Schwimmkran das Rheinvorland auszukiesen und direkt Schiffe zu beladen.

Bei Verletzung des Flussbetts und der Rheinauen und -ufer ist bekannt, dass gewaltige Mengen Flusswasser bei steigendem Pegel als Grundwasserströme ins Land fließen.

Bei der Auskiesung der Homberger Rheinwiesen können aus der Quartärschicht 20-30m tief Sande und Kiese entnommen werden.

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