Jakobsweg Moers Niederrhein Solidarität Treue

Wird sich die Stadt Moers kulturpolitisch zu ihrer historischen Lage am Hellweg bekennen?

KLB 14.32 Hellweg

aus Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen

insgesant 384 Seiten (Teil 4; Seite 53 von 123)

Der Hellweg ist seit vorgeschichtlicher Zeit einer der bedeutensten Handelsweg von Osten nach Westen. Er verbindet den Rhein mit der Elbe und führt weiter in Richtung Osten nach Novgorod (Russland) und im Westen bis nach Brügge (Belgien). Ausgehend von Duisburg (meine Anmerkung: und dem linksrheinischen Homberg) verlief er über Mülheim weiter nach Essen und Dortmund entlang des Ardeys und Haarstrang bis nach Paderborn.

Die neuzeitliche kultur-historische und psychologische Barriere der Stadt Duisburg – begrenzt durch die Flussgeomorphologie infolge eines tausendjährigen Zivilisationsschocks durch Rheindurchbruch und Rheindeich – kann sich geschichtlich nun wieder nach Westen öffnen: „Aber Hallo, hier ist Homberg – echt auf dem Hellweg!“


So kann wohl das Projekt Eisener Rhein als eine historische Befreiung gewertet werden. Die Stadt Duisburg öffnet sich geographisch, kulturell und wirtschaftlich nach Westen – hin zu einem Land am atlantischen Ufer des Rheins und erkennt so ihre geschichtliche Schlüsselposition in den letzten fünftausend Jahren.

Als Homberger sage ich mit der Geschichte im Sinn: „Ich liebe auch die Grafschaft Moers!“ Und sei´s, Treue ist eine Vorstufe der Tugend.

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