mäandernder Rhein: Rheinfurt Moers – Homberg

Aus den Reihen des Freundeskreis Historisches Homberg e.V. ist zu erfahren, dass Homberg einst sogar rechtsrheinisch lag.

Für die Wissenschaft über die Fluvialgeomorphologie ist das ein normales Phänomen eines Flusslaufes in Niederungen.

Nehmen Sie bitte einen Gartenschlauch in die Hand und wippen Sie ihn heftig auf und nieder. Es entstehen Wellen. So bewegte sich der Niederrhein mäandernd seiner Mündung entgegen – nur die Sinusschwingung hatte eine Frequenz von etlichen Dutzend Jahren.

Wir sollten uns von Vorstellungen wie „Ereignissen, indem Eisbarrieren zu Flussdurchbrüchen an anderen Stellen und zur Schaffung neuer Rheinarme führten“ trennen. Bitte, siehe Fluvialgeomorphologie.

Der Niederrhein war bis zu seiner Eindeichung ein mäandernder Fluss, manchmal mit Eisbarrieren. Im Mittelalter war es jedoch recht warm und trocken, so meine Kenntnisse.

Einen Naturflusslauf sieht man bei Google Map „Fort Yukon“ – Yukonkilometer 860, der Niederrhein liegt bei ca. Rheinkilometer 800 auch in einer Ebene, so mein Diskussionsangebot.

So ist auch eine längst vergessene Rheinfurt zwischen Moers und Homberg gut vorstellbar. Geschichtliche Andeutungen liefert die Stadtgeschichte von Moers.

Mit diesen Betrachtungen erscheint unser heutiges Verständnis, Duisburg-Ruhrort aus dem vierzehnten Jahrhundert sei der Ausgangsgangspunkt des vieltausendjährigen Hellwegs, nicht zeitgemäß.

Entschieden wird diese Frage durch die historische Klärungen des Flußquerschnitts vom Niederrhein und wie eine Rheinfurt bis zum Ende des späten Mittelalters tatsächlich aussah. Nie war der Rheinverlauf eine statische geographische Größe und so gab es auch nie die Rheinfurt bei Duisburg – archäologisch wird im realexisistierenden Glauben über die historische Duisburger Entwicklungen eine Rheinfurt bei der merowingisch-blühenden Ortschaft Duisburg-Kaßlerfeld wegen römisch-germanischer Funde favorisiert.

Der Jakobsweg des westlichen Hellwegs führte auch über die Rheinfurt bei Homberg. Unsere Vorfahren hatten keine Landkarten und kannten keine Straßenschilder. Sie folgten den Weghinweisen ihrer örtlichen Zeitgenossen des Ruhrgebiets im Mittelalter.

Dabei zählten im Mittelalter wie heute auf dem alten Ruhrgebietstrack als Hellweg und Jakobsweg Tipps: „Geh mal bei Onkel Schlackobert in Homberg vorbei, da kannste dich mal richtig satt essen!“ und „Bloß nicht über Wuppertal. Das ist doch die regenreichste Stadt in Germanien auf dem Jakobsweg!“ oder „Hallo Jakobspilger! In Mintard, Du da gibt es sogar eine richtige Kirche! Das ist St. Laurentius.“, so aus der angenommenen Sicht des Mittelalters im Ruhrgebiet.


Am 11. Nov. 2008 beraten wir Homberger darüber weiter im Irish Pup ‚Dexter Island‘, Alt-Homberg (Duisburg), Augustastr. 17: „Liegt Homberg am Jakobsweg?“

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