Die Rheinfurt zwischen Alt-Homberg und Duisburg

Das Bild eines Naturflusslaufs ist für das Auge eines Menschen im postindustriellen Zeitalter ungewohnt. Wir kennen den gebändigten Vater Rhein bei Duisburg.

Hier der „unzivilisierte“ Yukon aus Satelitensicht bei Google Maps wie der Niederhein vor den ersten Eindeichungen (1570) ausgesehen haben mag.

siehe auch: Fluvialgeomorphologie 1

schlängelnd / mäandrierend: mind. in Sinus- kurven fließend, Bildung von Prall- und Gleitufern durch Seitenerosion und Akkumulation, Bezeichnung nach Fluss Mäander, heute: Menderes, in West-Anatolien

a) Fluss- / Wiesen- / freie Mäander: Fluss mäandriert in Ebene oder Talsohle mit geringem Gefälle, initiiert durch Pendeln des Stromstrichs, M. verlagern sich talabwärts, Durchbruch des Halses durch raschere Verlagerung der oberen Bogens oder Sehnenabschnürung bei Hochwasser bildet Altwasserarm, verlandet zu Altwassersee (Anm.: hier wird der Rheindurchbruch bei Duisburg im 13. Jahrhundert wissenschaftlich beschrieben)

b) Tal- / Zwangs-/ beschränkte Mäander: Talverlauf mäandriert, entstanden durch Eintiefung ehemaliger Flussmäander, Wellenlänge bleibt konstant, durch Halsabschnürung entstehen Umlauftal und -berg


Link zur Abbildung des Ruhrgebiets um 1840: Orte im Ruhrgebiet als Siedlungsreihe an der alten Handelsstraße des Hellwegs, auch Salzweg genannt

 


Die Karte des Niederrheins von 1650 im Blaeu Atlas.

 

(Ausschnitt)

Der westliche Hellweg um 1650

Der westliche Hellweg um 1650

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: