Hellweg: Brügge – Alt-Homberg – Nowgorod

Vom Gold der Germanen zum Salz der Hanse

Gustav-Lübcke-Museum

Hamm, 7. Sept. 2008 bis 4. Jan. 2009

Fernhandel am Hellweg und in Nordwestdeutschland.

Durch neue archäologische Funde und Forschungen zeichnet sich für das rechtsrheinische Germanien in den Jahrhunderten nach Christi Geburt ein verändertes Bild ab. Die Landschaft war weithin kulturell erschlossen, es bestand eine differenzierte Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur, die Fernhandelsbeziehungen mit dem römischen Reich waren etabliert, das u. a. an germanischen Bodenschätzen wie Rohmetall und Salz interessiert war. Innerhalb Germaniens gab es Verkehrs- und Warenverteilungssyteme, in denen bereits wichtige Elemente der mittelalterlichen Hanse anklingen. Diese verschiedenen Faktoren lassen sich an dem germanischen Siedlungsplatz von Kamen-Westick Kreis Unna, schlaglichtartig aufzeigen.

Die Fundstelle wurde in den 1930er Jahren vom Museum Hamm entdeckt und in mehreren Jahreskampagnen archäologisch untersucht. Seit den 1990er Jahren ist eine immense Zahl von Neufunden hinzugekommen, teils als Lesefunde, teils als Grabungsfunde des Westfälischen Museums für Archäologie. Die Ausgrabungsergebnisse und Funde zeichnen das Bild einer Siedlung, die über die gesamte Römische Kaiserzeit in intensivem Kontakt mit den Römischen Provinzen gestanden hat. Zahlreiche Fibeln und andere Trachtbestandteile aus Bunt- und Edelmetall, Fragmente von römischen Gläsern sowie Fein- und Grobkeramik, Goldfunde, römische Götterstatuetten u.v.m. sind im Fundmaterial enthalten.

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