Schweinegrippe Duisburg. Ganz wenig Tote, aber viele Junge

By jakobswege

Swine Flue in England. Große nervliche Belastung für das Krankenhauspersonal, auch Duisburger Krankenschwestern werden weinen.

England hat die Vorhersage über Tote durch Schweinegrippe von 19.000 auf tausend reduziert (normale Grippe 6.000 bis 8.000 während einer Saison). Aber viele junge Menschen sterben. Ärzte und Krankenschwestern sind sehr traurig und weinen.


In Deutschland gibt es Krankenschwester- und Ärztemangel. Zulange hat die Politik des Gesundheitsministeriums die Bedingungen im Gesundheitswesen geknechtet. Und die Presse schrieb eifrig nach dem Maul der Politik.

Jetzt müssen die Journalisten dafür bluten. In den Regionen des größten Ärztemangels wie Soest und Siegen wurden die Lokalredaktionen geschlossen. Die Standortfaktoren brechen zusammen.

Mit einer ‘Buschprämie’ soll medizinisches Personal an den Niederrhein und Süd-Westfalen gelockt werden. Doch Frauen kann man(n) nicht so einfach bestechen. Mehr als siebzig Prozent im Fach Humanmedizin sind mittlerweile junge Damen.

Längst kursieren im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) Anregungen. Wegen Ärztemangel sollen Arzthelferinnen zur EVA (entlastende Versorgungsassistentin) weitergebildet werden. Nun gibt es Vorschläge für Schwester GAGA (Gesundheitsassistentin für Gesetzliche Auflagen) und Bruder BODO (beau dow = hübsches Reh) als Bodyguard für Hausbesuche im HSK wegen der Wildschweinplage.


Derweil hat der neue Redaktionsleiter NRZ Duisburg andere Probleme: JOJO – und bewirbt aktuell seinen Artikel mit einer Bilderserie auf der Hauptseite von derwesten.de Duisburg.

NRZ, Duisburg, 20.10.2009, Götz MIDDELDORF

Nur „Auf und Ab” ist Joe zu langweilig (Print-Titel)

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/10/20/news-137603712/detail.html

Die NRZ war eine Familien-Zeitung. Prof. Dr. Peter Scholl-Latour hat den Untergang des Abendlandes formuliert: “Die Vorherrschaft des weißen Systems ist zu Ende!”

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7 Antworten zu „Schweinegrippe Duisburg. Ganz wenig Tote, aber viele Junge“

  1. Beowulf sagt:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/monheim/2009/2/17/news-111352614/detail.html

    Und das ist auch gut so…

    NRZ, Städte, 17.02.2009, Götz MIDDELDORF

    Ob schwul oder hetero: Es kommt auf die Leistung an.

    Egal, ob jemand hetero- oder homosexuell ist: es kommt auf seine Leistung an. Danach sollte, nein muss, der Bürgermeister-Kandidat der CDU beurteilt werden. In den Großstädten hat man längst begriffen, einige Monheimer zeigen sich hier von ihrer provinziellsten Seite.

  2. Monta sagt:

    Wir wollen keine provinziellen Schwulen in der internationalen Kulturhauptstadt Duisburg.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/rhein-ruhr/2009/11/4/news-139487348/detail.html#1131053

    > Oliver Wittke, Chef der Ruhr-CDU. Die Partei habe auch zu wenige Leute

    Stimmt das?

    http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/5/23/news-48946839/detail.html

    30. Apr. 2008 —— CDU NRW 164.943 —— SPD NRW 142.925

    31. Dez. 2005 —— CDU NRW 179.436 —— SPD NRW 162.216

    Als heute Herr Rolf K. aus OB im Netz unterwegs war, hat er das Gefühl kennengelernt „Ich weiß nicht, irgendwie ist das nicht richtig!“

    Jeder kennt das gleiche Gefühl, wenn er aufgefordert wird: „Stich diese Nadel durch die Kinderhand.“ Dann weiß man sofort gefühlsmäßig, das ist nicht richtig.

    Und dann ist man nicht etwa verdrossen, sondern hat eine Scheu. Und so kann auch das Verhältnis der Bürger zu den Parteien gedeutet werden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:SPD_Mitgliederentwicklung.svg

    Herr Rolf K. sollte ein genauso umfangreiches Interview mal mit der Gruppe der Nichtwähler machen. Aber derzeit ist die Presse den Parteien zugewandter, dumm nur, dass diese untergehen – aber nicht allein, dafür sorgt der Migrationssaldo.

    Interessant ist auch ein Interview mit der Gruppe der Wähler, die ungültig stimmen. In manchen Stimmbezirken stellen sie die stärkste Wählergemeinschaft. Ist das ein Wink mit dem gepackten Koffer?

    Es gibt doch jetzt schon Witzbolde, die das letzte Exemplar der Tageszeitung prognostizieren. Dann gibt es die Anstecknadel für vierzig Jahre Mitgliedschaft am schreibenden Rhein und Ruhr.

    Parteien und Presse brauchen dringlichst Innovation. Ein Rufer vom anderen Rheinufer.

    Auch wenn Herr A.M. (a.D.) den Blickwickel der Verdrossenheit bevorzugt, es ist in Wirklichkeit Scheu, wenn ein dauerhafter Bezug von Drucksachen nicht gewollt wird.

  3. Monta sagt:

    Verantwortliche Gewerke der Regionen brauchen einen Paradigmenwechsel: Nicht Verdrossenheit, sondern Scheu.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/rhein-ruhr/2009/11/4/news-139487348/detail.html#1133990

    „Iss einen toten Hund!“ In Experimenten zur Psychologie der Moral wurden damit Testpersonen konfrontiert. Alle haben sich einmütig entschieden, so was tut man nicht. Es gibt eine unerklärlich Scheu (ein moralisches Bauchgefühl), die uns davon abhält; obwohl der Wolf als Vorläufer des Haushundes als Fleischtier domestiziert wurde, so heißt es.

    „Iss ein totes Schwein!“ weckt in anderen Kulturkreisen die gleiche Haltung „Ich weiß nicht, das ist doch nicht richtig!“

    (Wolf und Schwein sind Trichinenüberträger und wurden kulturell geächtet, vermute ich.)

    Große intellektuelle Teile der Bevölkerung haben ein gestörtes Verhältnis bei der Beschreibung kultureller Phänomene wie Verdrossenheit und Scheu. So wird die Verweigerung eines dauerhaften Bezugs von Drucksachen oder die Teilnahme an gewissen Organisationen (oder ihre repetitiv geforderte Unterstützung) immer noch als Verdrossenheit angesehen.

    Die Deutung kultureller Phänomene wäre durchaus ein Beitrag für MM-NRW, aber dort ist die Reziprozität von der Schnittstelle Bürger | Institution nicht erwünscht. So zeigt ein Blick auf MM-NRW das Spiegelphänomen der Region.

    Tote Wölfe kann man essen – als Gulasch, dann werden die Trichinen gut durcherhitzt (gilt auch für Grizzly = Bärentatze).

  4. Regulativ sagt:

    Bei den derzeit diskutierten Blutuntersuchungen anlässlich der Personaleinstellung lassen sich Tests auf bestimmte ansteckende Krankheiten durchführen die als eindeutiger Indikator für eine gewisse Lebensführung gelten.

  5. jakobswege sagt:

    Diversity. Ein Entweder-Oder ist heutzutage out. Und genau diese Strategie verfolgt political correctness. Damit hat jedoch Middeldorf einen Angriff auf L. gestartet. Das war nicht korrekt.

    Die Kultur strebt längst zur diversity und das ist Sowohl-Als-Auch. Damit kann man leben.

  6. Kaiser sagt:

    Warum spricht die Political Correctness nicht von “heterosexuell herausgefordert”? Der alte Begriff “schwul” ist doch diskriminierend. Und so kann auch besser die Reaktion von Götz Middeldorf, Redaktionsleiter NRZ Duisburg verstanden werden.

  7. Kenner sagt:

    Ärztemangel

    Verein will medizinische Versorgung im Sauerland vor Kollaps retten

    WP, 30.10.2009, Volker Dörken (Westfalenpost)

    http://www.derwesten.de/nachrichten/wp/2009/10/30/news-138986451/detail.html

    Kassenarztsklave aD sagt bei http://www.derwesten.de/nachrichten/wp/2009/10/30/news-138986451/detail.html#1155170 und http://www.schiebener.net/wordpress/?p=5472&cpage=1#comment-1265

    So nett es ja ist, dass ein Redakteur das Thema Ärztemangel aufgreift. Besser beraten wäre er die Hausärzte selbst zu fragen, nur – die werden kaum mit der Wahrheit rausrücken, weil sie Angst haben.

    Das System der KVWL und KVNO ist brutale Knechtschaft durch Regresse und – androhungen. Und als Arzt kann man nie gewinnen, auch wenn das Recht auf seiner Seite ist. Ein Streit vor dem Sozialgericht dauert sechs Jahre. In dieser Zeit wird munter nach den alten bürokratischen Mustern auf den Ärzten herumgehackt.

    Das Personal der Kassenärztlichen Vereinigungen wurde aus den Krankenkassen rekrutiert. So wurde die sog. Selbstverwaltung der Ärzte parteiisch. Das hat sich herum gesprochen und jetzt will keiner mehr Hausarzt werden. (Und erst recht nicht in der Pampa – sorry!)

    Bei jungen Frau ist der Beruf beliebt wegen der Möglichkeit, eine interessante und anerkannte Teilzeitarbeit zu machen. Nur diese Mädels suchen sich eine gute Partie. Und die will auch nicht unbedingt nach Südwestfalen. Da wird keine „Busch-Prämie“ für Ärzte nutzen.

    Im Übrigen haben Ärzte und Bürger was gemeinsam: Die ärztliche Presse und Tageszeitung ist sehr dicht an Politik und Institutionen dran. Der normale Bürger erhält kein Gewicht mit seiner Stimme, obwohl der Deutsche Städtetag eindringlich beim Begriff Kultur Bürgernähe verlangt und viele neue Gesetze durch die EU Bürgerbeteiligung eindeutig vorschreiben. Aber der alte Stil geht weiter. Wenn etwas den Bach runter geht, gelangt das viel zu spät in die Öffentlichkeit.

    Ich könnte jetzt noch etwas über die Entwicklung der Lokalredaktionen im HSK schreiben. Dann bin ich aber reif für die Zensur: „Erst schließt die Lokalredaktion, dann geht der Hausarzt, zuletzt kommt der Wolf! – oder Luchs“, so das Berlin-Institut. Schütze Euch Gott.

    Ein freier Journalist aus Winterberg könnte das Phänomen deuten: shunning. Er muss jedoch historisch noch lernen. Er hat seine Schmerzgrenze wie viele HSKler noch nicht erreicht, obwohl die Indikatoren bei den Spezialisten längst bekannt sind. Derweil doktort der Herr Landrat rum.

    Hi Zoom in Winterberg,

    In einigen Jahren, wenn Du den Berg nicht mehr hoch kommst, wirst Du mir folgen. Löwisch ist auch dem HSK auch ausgebüchst. Und Firmen verlegen den Geschäftssitz nach Hilden, weil sie keinen Geschäftsführer für die Pampa finden.

    Du wirst lernen, mit deinem Schreiben hast Du Dich versündigt. Schade nur, der Süd-Westfalen-Trend wird sich nicht umkehren lassen: “positive Rückkopplung in Netzwerken”.

    Die Empfehlung, ruhig weiterzuschlafen, ist ernst gemeint; denn sonst wird man zum MIGGER = eMigrant und das fördert die Renaturierung des HSK und Südwestfalen. Das will doch keiner: „Wenn man morgens die Tür aufmacht, ist man doch direkt in der Natur!“ Schlag Dich weiterhin als Jogger tapfer mit Bauerntölpeln, die Waldwege mit ihren SUVs absperren, um die Wildschweinjagd abzusichern.

    Die EU-Fördermittel für die Landwirtschaft in Zone II sind Euch sicher. Zoom, mach bitte eine Weiterbildung zum Waldbauern-Journalist. Du musst an Deine Zukunft denken: basics to live.

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