Seele. Blog-Therapie gegen reaktive Depression: Sven Gösmann (RP) muss nicht trauern.

By jakobswege

Migranten-Demokratie Ruhrgebiet: „Wie bisher besprochen. Wie bisher läuft nix mehr. Volkspartei wird mit Basis sprechen.“ Ich bin ein Krisengewinner.

Es gibt einen Kollateralnutzen in der Finanzkrise. Aber, holen wir doch zuerst den verzweifelten Chefredakteur Sven Gösmann, Rheinische Post (RP) einfach dort ab, wo er ist.

Von Sven Gösmann (RP), Samstag, 27. Dez. 2008 – Nr. 302

Hier kriegen Sie die Krise

Finanzkrise? Wir können es auch nicht mehr hören. Wie müssen aber
darüber schreiben. Denn 2009 wird es ernst. Acht Seiten Magazin
über ein Jahr der schlechten Nachrichten – und wie Sie damit zurechtkommen.

Die Entschuldigung gleich vorneweg: Dies ist kein Mut machendes Werk. Tut mir leid. Die Lage ist einfach nicht danach. Ich mache Ihnen ein für einen Journalisten ungeheuerliches Angebot: Sie können jetzt aufhören zu Lesen und mit dem Sudoku auf der letzten Seite dieses Magazins weitermachen.
Oder Sie teilen meine Ratlosigkeit nach stundenlangen Gesprächen mit Politikern, Chefredakteuren, Einzelhändlern, Wissenschaftlern, Theologen, Bankern, einem Ministerpräsidenten und sogar Kanzlerin. Ich habe immer nur eine Frage gestellt: Wie schlimm wird es – wirklich – noch?

Und jetzt verbiete ich Ihnen, an einen Elefanten und Medienfusch zu denken. Dieses Verbot können Sie ruhig publizieren.

Ein kurzer Blick zurück ins HBN-Forum 2005. Detailliert wurden die Prinzipien eines Hegdefonds von KKR, DB, CS über DN zu RW und Sachtleben in der Westen Duisburg dargelegt. Nach einer Weile verschwand dieser Nachrichtenfaden ins Archiv und dann für immer. Was in 2009 Schlagzeilen machen wird, ist heute schon bekannt – vom Prinzip her.

Von HBN-Forum-Teilnehmern wurden in 2005 ethische Bedenken über diese Art Finanzwerkzeuge geäußert, die sich der Meinung von Die ZEIT anschlossen. In den Tageszeitungen von Der Westen Duisburg wurde das Thema nie in die Öffentlichkeit gebracht.

Ähnlich ist wohl die Situation bei den Subprimes vorstellbar. Hinterher waren alle schlauer: „Das hätte besser kontrolliert werden müssen!“

Die Vierte Gewalt im Staat hat versagt. Sie stand dem System näher als dem Leben. Viel zu spät kommt jetzt auch die Schälte von Thomas Reisener (RP) „Da stellt sich doch die Frage, warum die Politik den Gesundheitsfonds überhaupt gegen den Willen fast der gesamten Gesellschaft durchgesetzt hat?“

Das beschreibt den Vertrauensverlust in Politik, Institutionen und auch Tageszeitungen.

So wie jetzt für den globalen Finanzmarkt neue Regeln gefordert werden, kann auch die Schnittstelle Leben | System neugestaltet werden. Dabei sind die Tageszeitungen als Mediator von Wahrhaftigkeit und Moral gefordert. Neues demokratisches Handwerkszeug wie PLiB-Eintext und publiziertes Qualitätsmanagement an der Schnittstelle Bürger | Parteiortsvereinigung müssen auf ihre Bewährung geprüft werden.

Diese Kollateralentwicklungen in der Krise können das Vertrauen fördern, das vor Jahrzehnten in die Politik und zuletzt am Finanzmarkt verloren ging. Schluss mit der Dysdemokratie. Warum müssen bundesweit 3000 Politiker in den Vorständen der Sparkassen finanziert werden, die dann auch die West LB zu riskanten Geschäften trieben, um ihre Existenz als eigensüchtiges Madenwerk von Systemfuzzies zu sichern?

Wir wollen Eudemokratie gegen die Dysthymie von Chefredakteuren. REITZ 2: Es kommt die nackte Vierte Gewalt – so oder so.

Journalistische Arbeit muss sich an anderen Endpunkten als Auflage messen lassen. Mediation in der Tageszeitung: Das ist die Innovation, die das Revier vor der Flucht der YADOMs rettet; denn es gibt Hoffnung und Vertrauen.


Danke an Mo für´s Ätzrefueling. Makrofauna Ruhrgebiet. Ich liebe nicht nur Burenziege und Zwergzebu, auch Dexter Rind und Pub am Hellweg-Jakobsweg-Trajekt und die Grünen Auen unterhalb von 29,15 m NN. Diese Zahl erinnert an 1926 = Rhein hoch x+1


Update 31. Jan. 2009

Protesters carry on; but are rewarded with music

guitarThe seventeenth Reykjavik protest meeting goes ahead today as planned at 15.00 on Austurvollur Square. Later on this evening, The Voices of the People protest group has organized Busahaldaboogie, a ‘victory concert’ at Nasa nightclub. Read the full article

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11 Antworten zu „Seele. Blog-Therapie gegen reaktive Depression: Sven Gösmann (RP) muss nicht trauern.“

  1. jakobswege sagt:

    Dexter Rind, die kleine Kuh für nebenbei und Sportplatz Haesen als Almende. Es muss nicht immer ein Babygorilla sein.

  2. jakobswege sagt:

    Aus http://www.wazlesen.de/

    „Das WAZ Meinungsforum macht Pause.

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse und Ihre rege Beteiligung.“

  3. Tenrix sagt:

    Der steilgütige Wandel von Chefredakteur Sven Gösmann (RP)

    Rheinische Post:

    Trotz Krise: Ab heute mehr gute Nachrichten

    VON SVEN GÖSMANN -

    zuletzt aktualisiert: 31.01.2009 – 11:55

    (RP) Wir leben in Krisenzeiten. Gerade deshalb setzt unsere Redaktion ab sofort ein Zeichen gegen Pessimismus und Schwarzmalerei – mit positiven Nachrichten.

    http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/667698/Ab-heute-mehr-gute-Nachrichten.html

  4. REITZ 2 (WAZ) – Das Ende des Leserbriefs « Jakobswege: Niederrhein & Ruhrgebiet sagt:

    [...] gibt steilgütige Hoffnung beim Chefredakteur Sven Gösmann (RP). Die Titelseite schrieb er selbst am 31. Jan. [...]

  5. Der Ruhrkampf sagt:

    Die gute Nachricht: Auf die Wiederkehr der Geschichte ist Verlass.

    Inflation und Krisenjahr 1923

  6. Duisburg, Schmallenberg. „Rheinische Post und Mediationsbeirat für Tageszeitung“ « Jakobswege: Niederrhein & Ruhrgebiet sagt:

    [...] Jeder Bürger – ob arbeitlos oder pensionär – kann seine Lokalredaktion mit Mediation in den Medien unterstützen. Als Handwerkszeug wurde PLiB-Eintext für den Mediationsbeirat an der Tageszeitung vorgeschlagen. [...]

  7. jakobswege sagt:

    Migranten-Demokratie: Fortschritt aus Duisburg

    Nerven: Die Orginal-Daten liegen den redationellen Duisburger Top-Kräften vor.

  8. jakobswege sagt:

    Ja, ich habe auch von einem Fax gehört. PLiB-Eintext wurde als Bonum arduum einem steilgütigen Chefredakteur empfohlen.

    Richtig wäre in diesem Zusammenhang steilgutartig gewesen. Die Original-Literatur hat – entgegen anderer Hauptungen bei MedienMoral – Thomas Kloß (gehabt).

  9. Verhausfrauung der Rheinischen Post sagt:

    Die Frau als Hausärztin und Mutter. Das Frauenbild im Hochsauerlandkreis (HSK)

    Ärztezeitung: ‘NRW plant Aktionspaket gegen Ärztinnenmangel’. Sven Gösmann (RP) bitte einsteigen. Sonst geht die RP-Auflage am Niederrhein unter wie in der Polder NRW.

  10. Tenrix sagt:

    Projektmanagement mit PLiB-Eintext, Mediation in der Tageszeitung. Für die Rheinische Post wurde ein Mediationsbeirat der Leser gefordert. Warum?

    Die Entwicklung eines Bundeslandes oder der Nation wird durch Innovation gefördert. In der nahen Zukunft des post-industriellen Standorts Deutschland (PiSo D) ist es die Fertigkeit der Naturwissenschaft und ihrer Exekutanten wie Ingenieure und anderer Tüftler.

    Die Zukunft von NRW als Projektmanagement arbeitspsychologisch betrachtet: NRW ist in der Krise – auch ohne Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie die Rheinische Post berichtete, sah der Deutsche Städtetag 2005 für das Ruhrgebiet und weite Teile von NRW eine Entwicklung wie in den Neuen Bundesländern voraus.

    Wer „Zukunft gestalten“ als Aufgabe eines Projektmanagements in die Hand nehmen will, muss sich auf die Grundzüge des Handwerks von Projektmanagement einlassen. Gute und klare Kommunikation. Daraus entsteht das Vertrauen und schließlich auch die Gerechtigkeit, die Menschen Hoffnung gibt, in ihrer Heimat mit Bürgerengagement auch in schwierigen Zeit zu bleiben.

    Ich habe es wiederholt geschrieben: „Ich bin ein Migger!“ Das ist der neue umgangssprachliche Ausdruck für eMigrant, nachdem der Begriff „Migrant“ durch die Immigranten – diese, unsere Zugereisten mit internationaler Herkunft – besetzt ist.

    NRW trudelt mit dem Ruhrgebiet, aber auch amNiederrhein und in Süd-Westfalen in den Abgrund.

    Zulange hat die ‘neo-NSDAP’ als national siechende deutsch-antiquarische Parteien als Madenwerk der Systemfuzzies in der Migraten-Demokratie NRW gehaust und eigensüchtig gewütet. Das fünfzigjährige Regime des Regionalsozialismus SPD NRW hat unsere Heimat geschändet. Es wird von der im Reviergeist geprägten Nachfolgeorganisation CDU NRW fortgeführt.

    YADOM, jetzt gehen die NRW-Migger! Die Lokalredaktionen erhalten als neuen historischen Auftrag, die Mediation in den Tageszeitungen zu entwickeln. PLiB-Eintext ist der erste Vorschlag für ein konkretes Handwerkszeug eines Mediationsbeirats an der Rheinischen Post, um ein Gemeinwesen mit effektiven Einbezug der Bevölkerung demokratisch zu gestalten (Schlaue Menge).

    Dazu müssen allerdings Lokalredakteurinnen wie die Frauen Sandra Kaiser (RP Duisburg) und Sina Zehrfeld (RP Duisburg) sich selbst als dienstleistende Berichterstatter und neue Lokalmediatoren des Gemeinwesens verstehen lernen. Das ist die Zukunft für die Tageszeitung durch PLiB-Eintext.

  11. jakobswege sagt:

    vor vier Tagen hat die WAZ diesen Artikel aus dem Netz genommen, nachdem ich an diversen Stellen darauf gelinkt habe – auch bei MEDIENMORAL-NRW:

    Hier die Version aus dem Google-Cache:

    Start > WAZ > Ruhrgebiet droht Abrisswelle

    Wohnungsmarkt
    Ruhrgebiet droht Abrisswelle
    WAZ, 02.12.2007, Christoph Meinerz

    Düsseldorf. Ab 2013 werden im Ruhrgebiet mehr Wohnungen leerstehen als bisher gedacht. Das Land will NRW will nun den „Rückbau” fördern. Auf die Vermieter im Revier steigt der Druck, ihre Häuser zu modernisieren.

    Alle Städte des Ruhrgebiets müssen spätestens ab 2013 mit Wohnungs-Leerständen in einem Ausmaß rechnen, das sämtliche bisherigen Prognosen übertrifft.

    Konsequenz: „Im Ruhrgebiet wird mehr abgerissen werden müssen, um Bestände vom Markt zu nehmen”, kündigt Wohnungsmarktexperte Reiner Daams vom NRW-Bauministerium gegenüber der WAZ an. In Städten wie Gelsenkirchen (Tossohof), Dorsten (Wulfen), Marl (Goliath) oder Velbert (Nordpark) hat bereits der Kampf gegen Leerstände mit dem Bagger begonnen. Dort wird der Abriss von Hochhäusern vom Land mitfinanziert.
    Geld vom Land für den „Rückbau“

    Das Bauministerium bereitet sich nun aber auf eine Förderung des „Rückbaus” von Mehrfamilienhäusern in viel größerem Stil vor. Denn ein vom Land in Auftrag gegebenes Gutachten zu „Veränderungen der Wohnungsnachfrage” bis 2025 in NRW (Eduard Pestel Institut) sieht das gesamte Ruhrgebiet beim „Geschosswohnungsmarkt” als „Überhangregion”.

    Verantwortlich ist für die Entwicklung nicht allein der Bevölkerungsschwund, der einen dramatischen Rückgang der Haushalte zur Folge hat (Gelsenkirchen bis 2025: -17 000, Duisburg: -15 000, Essen: -13 500, Dortmund: -12 500, Bochum: -10.000, Mülheim: -6000, Oberhausen -4500). Ab 2013 wird der Markt voraussichtlich mit Ein- und Zweifamilienhäusern aus den 50er- bis 70er-Jahren überschwemmt, weil die Eigentümer sterben oder ins Altenheim umziehen. Zugleich geht die Zahl potenzieller Käufer im Alter zwischen 30 und 45 Jahren um ein Viertel bis ein Drittel zurück.
    Noch immer lieber Neubau statt Gebrauchthaus

    Trotz des Überangebots an „Gebrauchthäusern” zieht jedoch jeder Fünfte, der sich ein Eigenheim leisten kann, weiter in einen Neubau vor. Das drückt die Preise so weit nach unten, dass Menschen sich ältere Ein- oder Zweifamilienhäuser kaufen können, die sonst Mieter geblieben wären. Folge: Noch mehr Wohnungen stehen leer, Vermieter geraten unter noch stärkeren Wettbewerbsdruck. Wer nicht abreißt, muss seine Wohnungen attraktiver machen, vor allem verstärkt altengerecht (um-)bauen.

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