Liegt Alt-Homberg am Jakobsweg?
Dieser Frage wollen das Homberger Bürgernetzwerk (HBN) und der Werbering Homberg nachgehen.
Eingeladen ist jeder Bürger zu einer Diskussion am Mittwoch, den 1. Okt. 2008 um 19 Uhr in den Irish Pub ‘Dexter Island’ auf der Augustastraße 17 in Alt-Homberg.
Für Interessierte gibt es Anregungen, selbst durch geschichtliche Nachforschungen die These zu unterstützen, dass der 5.000 Jahre alte Hellweg eine Verbindung im Fernstreckennetz des Jakobswegs war und deshalb auch durch Alt-Homberg nach Moers führte.
„Vielleicht wird daraus ein konkreter Beitrag für das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt 2010“, so die Homberger Netzwerker.
Neue historische Hinweise zeigten, dass Alt-Homberg wohl der westlichste Punkt des Hellwegs ist und nicht wie bisher angenommen Ruhrort. Denn erst vierhundert Jahre nach der geschichtlichen Erwähnung von „hohon berka“ als das Oberdorf von Rheinberg („berka“) wurde auf den alten Homberger Rheinwiesen die ersten Gebäude des heutigen Ruhrort errichtet.
Geklärt werden soll auch, wie unsere Vorfahren in den letzten 5.000 Jahren die Rheinfurt zwischen Alt-Homberg und Duisburg überschritten. Vater Rhein war damals ein Naturflusslauf und kein Hindernis für Händler und Pilger auf dem Hellweg, meint das HBN. Das Homberger Netzwerk will alte Verbindungen neu beleben.
Schlagworte: Alt-Homberg, Dexter Island, Irish Pub Duisburg Dexter Island, Jakobsweg, Niederrhein
September 27, 2008 um 5:08
Vielen Dank für Ihr Interesse am Weblog
http://jakobswege.wordpress.com
Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Haben Sie Hinweise? Bitte teilen Sie das den Freunden des Jakobswegs mit.
Die Kommentare werden moderiert.
Dazu muss der Kommentarautor Name und E-Mail-Adresse angeben.
Wurde bereits ein anderer Kommentar dieses Autors freigeschaltet, kann er ohne Moderation auf die Blogbeiträge antworten.
September 27, 2008 um 6:08
In einer Darstellung des LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) führt der Jakobsweg von Paderborn entlang des Hellwegs über Dortmund in die Mitte des heutigen Ruhrgebiets, was durch Forschung belegt werden soll.
http://www.lwl.org/kultur-download/Jakobspilger/flyer_jakobswege_internet.pdf (5 MB)
Gingen die Pilger dann weiter auf dem 5.000-jährigen Hellweg zur Rheinfurt bei Duisburg und erreichten dann Alt-Homberg?
Die Rheinfurt zwischen „hohon berka“ (germanisch: Berg, heute Alt-Homberg) und „dheus“ (germanisch: befestigter Ort im Überschwemmungsgebiet, heute Duisburg) war die alte Verbindung zwischen dem atlantischen und kontinentalen Europa entlang des Hellwegs über den Strom Rhein.
September 27, 2008 um 6:48
bitte interessieren Sie auch für einen WAZ-Artikel:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/schwelm/2008/4/25/news-41080743/detail.html
September 28, 2008 um 5:32
Pilgerkapelle St. Bartholomäus (Sevinghausen)
Die Pilgerkapelle St. Bartholomäus im Stadtteil Sevinghausen von Wattenscheid in Bochum wird urkundlich erstmalig 1395 erwähnt.
Am Wattenscheider Hellweg gelegen, konnten hier die Pilger übernachten, die über den Hellweg und den Jakobsweg zum Grabmal des Heiligen Jakobus (einer der zwölf Jünger Jesu) in Santiago de Compostela in Spanien wanderten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pilgerkapelle_St._Bartholom%C3%A4us
(Anm.: Sevinhausen liegt zwischen Essen und Bochum)
September 28, 2008 um 5:43
Der Hellweg ist ein uralter Handelsweg, der auf deutschem Reichsgebiet
von Aachen nach Königsberg führte.
Seiner Trasse folgten später die Reichsstraße 1, die B1 und die A40. Er war Teil der Handelsrouten, die schon vor unserer Zeitrechnung ganz Europa durchzogen, von den russischen Weiten bis zu den Handelsplätzen am Mittelmeer und Atlantik.
Der Hellweg war auch Teil des Pilgerweges zum Grab des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela / Spanien.
Link: St. Laurentius Kirche in Mintard aus dem 9. Jahrhundert
Oktober 2, 2008 um 12:35
Es besteht durchaus eine Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem westlichen Ausgangspunkt des Hellwegs um das im 16 Jahrhundert untergegangene Dorf Halen, Lage etwa die heutige Baerler Eisenbahnbrücke, gehandelt hat. Dort sollen die Fischer auch als Fährleute gearbeitet haben.
Das Pilger den Hellweg genutzt haben, kann als gesichert angesehen werden.
Oktober 6, 2008 um 6:59
Nobby, wenn Du die Karte aus dem 17. Jahrhundert anschaust, kann Du annehmen, das untergegangene Halen hatte wohl einst die Lage vom heutigen Duisburg-Beeckerwerth, Klaus-Knipp-Straße.